DemonstrantInnen gingen am 23. Januar 2019 mit einer riesigen Fahne Venezuelas gegen die Politik von Nicolas Maduro auf die Strasse. © Roman Camacho/SOPA/LightRocket/Getty
DemonstrantInnen gingen am 23. Januar 2019 mit einer riesigen Fahne Venezuelas gegen die Politik von Nicolas Maduro auf die Strasse. © Roman Camacho/SOPA/LightRocket/Getty

Venezuela Uno-Bericht über die Menschenrechtskrise: Ein erster Schritt zur Wahrheit

21. März 2019
Die Menschenrechtskommissarin der Vereinten Nationen, Michelle Bachelet, wirft der Regierung von Venezuela Morde, Folter und willkürliche Verhaftungen vor. Amnesty International fordert eine Untersuchungskommission.

Die Uno-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet erhob am 20. März an einer Sitzung des Uno-Menschenrechtsrats in Genf schwere Vorwürfe gegen die staatlichen Sicherheitskräfte Venezuelas. Diese seien mit exzessiver Gewalt, Tötungen und Folter gegen die friedliche Opposition vorgegangen.

Als Reaktion auf diese erste mündliche Einschätzung der Menschenrechtskrise in Venezuela durch die Uno-Menschenrechtskommissarin sagte die Amerika-Direktorin von Amnesty International, Erika Guevara-Rosas: «Amnesty International hat Verletzungen des Völkerrechts und schwere Menschenrechtsverletzungen in Venezuela dokumentiert. Bei meinem Besuch im Februar habe ich diese beispiellose Krise hautnah miterlebt.  Das heutige Update der Hochkommissarin für Menschenrechte gibt die schreckliche Lage wider, unter denen die Menschen in Venezuela leiden.»

Erika Guevara-Rosas  weiter: «Angesichts des Ausmasses der Krise in Venezuela fordert Amnesty International den Menschenrechtsrat nachdrücklich auf, eine Untersuchungskommission einzusetzen. Sie soll die Situation im Land überwachen und darüber informieren. Ausserdem soll sie die Verantwortlichkeit für völkerrechtliche Straftaten und schwere Menschenrechtsverletzungen klären.» Amnesty fordert die Uno-Mitgliedstaaten auf, noch im Juni über die Notwendigkeit eines solchen Mechanismus zu entscheiden.